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Firmengeschichte der Baumschule Johs. Wortmann in Hamburg

Im Jahr 1878 legt Johannes Wortmann den Grundstein für das Unternehmen. Er tauscht mit den Bauern im Alten Land Obstbäume gegen Düngemist. Jahrzehntelang bleiben die Obstbauern Hauptkunden der Baumschule, zunehmend nutzen aber auch andere Baumschulen sowie Garten- und Landschaftsbaufirmen das Angebot des Betriebes.

In den sechziger Jahren importiert die Baumschule erstmals Rhododendren und Azaleen aus Holland. Der Weg zur Gartenbaumschule auch für Privatkunden ist geebnet und gewinnt in den folgenden Jahren zunehmend an Bedeutung.

Ende der achtziger Jahre wächst die Idee, den Betrieb an der Osdorfer Landstraße - direkt neben dem Elbe-Einkaufszentrum - wegen der begrenzten Platzverhältnisse zu verlagern. Der Umzug in die Osdorfer Feldmark erfolgt 1992.

Am jetzigen Standort des Betriebes entsteht nach neuesten technischen und umweltgerechten Kriterien eine moderne Gartenbaumschule mit Produktionsflächen.

Das 4 ha große Gartencenter entwickelt sich zu einer parkähnlichen Anlage mit einer sagenhaften Auswahl an Pflanzen in höchster Qualität. Service orientiertes Arbeiten zeichnet das stetig wachsenden Wortmann-Team aus.

Ab 2017 geht die bauliche Entwicklung des Firmengeländes mit großen Schritten weiter. Mehr Verkaufsflächen unter Dach sowie ein überdachtes Staudenquartier schaffen optimale Rahmenbedingungen für den attraktiven Ausbau der Sortimente und ein komfortables Einkaufserlebnis. Im Jahr 2018 wird die neue Sparte ‚Gartenberatung – Gartengestaltung – Gartenpflege‘ - kurz das Gartenteam genannt - eröffnet.

Während der Corona-Zeit erlebt der Betrieb eine der größten Herausforderungen in seiner Geschichte. Obwohl Gartencenter zu den Gewinnern der Pandemie gehören, ist die Organisation von Einkauf-Verkauf und Arbeitsabläufen eine Herkulesaufgabe. Fast durchgehend darf das Geschäft öffnen, während Restaurants und andere Läden schließen müssen. Die Hamburger nutzen die Baumschule als Ausflugsziel. Wegen der strengen Hygiene- und Abstandsregeln werden während der Pandemie die Aufenthaltsbereiche für das Team vergrößert und erneuert.

2026 wird die Energieversorgung des Betriebes auf Fotovoltaik umgestellt.

 


 

Chronik

1878 Johannes Wortmann gründet den Betrieb an der Osdorfer Landstraße Nr. 147.

1930 Nach dem Tod von Johannes Wortmann führt Ehefrau Laura den Betrieb weiter.

1937 Sohn Rudolf Wortmann lernt vom Kaufmann zum Baumschuler um und übernimmt den Betrieb.

1939 - 1945 Während der Kriegsgefangenschaft ihres Mannes Rudolf organisiert Ehefrau Mathilde den Zwangsanbau von Gemüse und Getreide in der Baumschule zur „Ernährung der Hamburger Bevölkerung“.

60er Jahre Für den Neubau des Elbe-Einkaufszentrums gibt Rudolf Wortmann einen Großteil seiner Pachtfläche auf. 2,5 ha eigenes Land werden an die Stadt verkauft für den Bau des neuen Botanischen Gartens.

1972 Sohn Niels Wortmann übernimmt die Baumschule. Der Betriebshof an der Osdorfer Landstraße mit ursprünglich 15 ha ist nur noch 9000 m² groß.

70er/80er Jahre Der Pflanzenverkauf an Privatkunden gewinnt an Bedeutung. Niels Wortmann kauft 6 ha Anzuchtfläche in der Nordheide dazu.

1989 Sohn Kay Wortmann steigt in den Betrieb mit ein und übernimmt die Handels-Sparte des Betriebes.

1991 Das Betriebsgelände an der Osdorfer Landstraße ist für Innovationen zu klein. Das Gelände wird verkauft.

1992 Der Baumschulbetrieb wird in die nahegelegene Osdorfer Feldmark verlagert. Dort beträgt die Betriebsgröße 2,5 ha zuzüglich 4,5 ha Pachtland. Die Produktionsfläche in der Nordheide wird von Niels Wortmann aufgegeben.

Ab 2001 Kay Wortmann übernimmt die Geschäfte seines pensionierten Vaters und wird geschäftsführender Gesellschafter der „Johs. Wortmann Pflanzen Gartenbedarf GmbH“. Trotz Euro-Umstellung und Wirtschaftskrise erweitert Kay Wortmann das Angebot für Privatkunden und das eigene Mitarbeiterteam stetig. Die Öffnungszeiten werden deutlich ausgeweitet und den Bedürfnissen einer modernen Gartenbaumschule angepasst. In den folgenden Jahren entstehen neue Produktions-, Präsentations- und Gewächshausflächen.

2011 Wegen des von DESY geplanten European XFEL-Projekts in der Osdorfer Feldmark muss ein Teil der Pachtfläche aufgegeben werden. Deshalb kaufen Janne & Kay Wortmann 1,5 ha der an das Baumschulgelände angrenzenden Pachtfläche. Die Verkaufs-Gewächshausfläche wird um 50% erweitert. 

2017 Anbau eines neuen Gewächshausflügels für Präsentationsflächen und neue Kassen. Digitale Umstellung von Kasse + Baumschule

2018 Sohn Jakob Johannes beendet seine Ausbildung zum Baumschuler. Das Team besteht aus 18 Mitarbeitenden.
Der Betrieb eröffnet die neue Sparte Gartengestaltung und Gartenpflege - kurz Gartenteam.

2020 - 2023

Der Betrieb gehört zu den Gewinnern der Corona-Pandemie. Das Team stößt körperlich und mental an seine Grenzen, um den Herausforderungen dieser Zeit gerecht zu werden.

2021 Ausbau und Modernisierung der Betriebsräume

2022 Erneuerung des Fuhrparks durch neue LKW, Lieferwagen und Trecker

2023 Bau eines neuen 1000 qm großen Cabrio-Gewächshauses nach neuesten technischen Standards für Stauden, Bodendecker und Kletterpflanzen.
Kauf einer alten Pachtfläche von 2,5 ha in der Osdorfer Feldmark

2024 Jakob Wortmann steigt in die Firma mit ein. Das Team umfasst mittlerweile 34 Mitarbeitende.

 

 

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